
Soljanka lebt von einem herzhaften Wechselspiel von saueren und leicht süßlichen Noten, daher ist der Zucker sparsam, aber nicht geizig einzusetzen.
Unbedingtes Muss ist etwas Geräuchertes in der Suppe, hier der Schinken. Da es sich um ein typisches Resteessen handelt, kann man praktisch alles verwerten, was der Kühlschrank so an Wurst und Schinken hergibt.
Da sowieso jeder ein eigenes Rezept erbt/besitzt/entwickelt, erhebt diese Variante keinen Anspruch auf Traditionalität oder Vollständigkeit, sondern soll als Vorschlag und Anregung dienen.
Zutaten für ca. 5 l Suppe:
- Speck bzw. Öl zum Anbraten
- 5 Zwiebeln
- 3 Paprikaschoten
- 650 g Wurst (oder z.B. Aufschnittreste von Jagdwurst, Salami, Schinkenwurst o.ä.)
- 500 g Schinken
- 500 g saure Gurken (können ersetzt werden durch z.B. Sauerkraut, eingelegtes Gemüse usw.)
- 1/2 bis 1 Tube Tomatenmark
- Salz, Zucker, Pfeffer zum Würzen
- 2 Lorbeerblätter, Knoblauch, 5 Pimentkörner, 5 Wacholderbeeren nach Geschmack mit dazu
- Saft einer 1/2 Zitrone
- saure Sahne
- und Weißbrot als Beilage
Zubereitung:
Die Zwiebeln werden in kleinstückiger Form in aller Seelenruhe glasig geschmurgelt.
Indessen werden die übrigen Zutaten in suppenfähige Stückgröße geschnippelt, was bei der Menge einige Zeit dauern kann. Wurst und Schinken werden als Nächstes dazugegeben und bei größerer Hitze etwas mitgeschmurgelt. Anschließend wird das restliche Gemüse untergerührt.
Damit eine Suppe aus dem Gemenge wird, füllt man Wasser (beziehungsweise Brühe) auf, bis die festen Zutaten bedeckt sind. Für die oben genannte Menge brauche ich etwa 2 bis 3 Liter. Mit Salz, Pfeffer und den anderen Gewürzen ordentlich aufkochen, dann auf kleiner Flamme einige Stunden vor sich hin köcheln lassen.
Das Tomatenmark sollte auch noch eingerührt werden. Wenn das erledigt ist, kann mit Zucker der Geschmack justiert werden. Für die Säure in der Suppe ist meist Zitronensaft zuständig, ich selbst verwende lieber die Brühe der eingelegten Gurken. Je länger die Soljanka ziehen darf, um so besser schmeckt sie für gewöhnlich, besonders wenn sie am nächsten Tag wieder aufgewärmt wird.
Die Zitrone wird vor dem Servieren zur Suppe gegeben, ich stelle sie aber meist separat dazu. An dieser Stelle sollte man darauf achten, daß man ungespritzte Zitronen kauft oder sie vorher abschrubbt bzw. schält.
Gegessen wir Soljanka mit einem Klecks saurer Sahne und Weißbrottoast.
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